Mein Plädoyer ist für Abrüstung, Gerechtigkeit, Gesundheit und Nachhaltigkeit

CTBT - Conference, Austria Center, Vienna 2003

Wir Ärzte der   IPPNW  wissen, welch zerstörerisches Potential  Masenvernichtungswaffen haben, wie viel Schaden schon durch ihre Existenz angerichtet wird und welches Gefahrenpotential sie darstellen. Es ist unsere Pflicht, für ein Verbot von Massenvernichtungswaffen einzutreten. Es genügt aber nicht allein, das zu sagen, sondern es bedarf weltweiter Initiativen und Kampagnen, um Bewegung in ein starres auf Bedrohung und Zerstörung gestütztes System zu bringen. Deshalb veröffentlichen Ärztinnen und Ärzte aus aller Welt seit 30 Jahren wissenschaftliche Arbeiten zu dem Thema und treten bei UN-Konferenzen, Regierungen und in Parlamenten auf, um das durchzusetzen, was laut Umfragen, die große Mehrheit der Menschheit längst verlangt: ein Verbot von Massenvernichtungswaffen im Sinne einer Nuclear Weapons Convention.

 

Azande, 1974

Seit dem Studium der Medizin und der Völkerkunde interessiere ich mich für Medizin, Phänomene kultureller Interaktion und Menschenrechte. Meine Arbeit in Entwicklungsländern hat bestätigt, dass mit relativ einfachen Mitteln eine gute Basisversorgung im Gesundheitswesen möglich ist und dass Investitionen in echte Prävention und Behandlung der Top 10 Krankheiten billig und wichtiger sind als eine komplizierte therapeutische Medizin, deren Funktionieren selbst für reiche Industriestaaten ein enormes finanzielles Problem ist.

 

 

 

Paraguay, Proyecto Guaraní, 1981. Als Arzt unterwegs zu Mbyá-Siedlungen im Urwald.Tuberkulosebekämpfung

 Von 1977 bis 1982 habe ich zusammen mit meiner Frau im Proyecto Guarani in Paraguay gearbeitet: Das Projekt bemüht sich um  Sicherung der Grundrechte der indianischen Minderheiten: Landsicherung gegen Vertreibung, Rechtsberatung, informale Bildung, Basisgesundheitsversorgung und landwirtschaftliche Unterstützung.

Meine Aufgabe war der Aufbau einer dezentralisierten Basisgesundheitsversorgung unter besonderer Berücksichtigung der ethnologischen Besonderheiten.

 

 

 

 

Urlaub ohne Auto und Flugzeug: z.B. in Rumänien 2005

Ich bin für Intergriertes Radfahren und für Urlaub ohne Auto und Flugzeug.

Ein möglichst nachhaltiger Lebensstil ist mir ein Anliegen. Dabei geht es um die Bereiche Ernährung (möglichst vegetarisch, nah und fair) , Wohnen (wenig und möglichst nachhaltige Energie), allgemeiner Konsum (so nachhaltig wie möglich) und Mobilität (möglichst ohne Auto und Flugzeug). Ausführlicher dazu in meinen Publikationen.

Wie dringend die Reduzierung fossilen Energieverbrauchs auf unter ein Fünftel der Ist-Werte ist, ist heute allen seriösen Wissenschaftern klar. Dass die Umsetzung eine radikale Änderung unseres Lebensstils bedeutet, wird immer noch weitgehend verdrängt.

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